Natalie O’Hara hat sich ein Herzensprojekt verwirklicht: Sie steht in dem Ein-Personen-Stück „Alice – Spiel um dein Leben“ in den Hamburger Kammerspielen auf der Bühne. Alice Herz-Sommer war eine jüdische Pianistin, die mit ihrem 6-jährigen Sohn und ihrem Ehemann ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde. Dort wurde eine vibrierende Kulturszene geduldet und so gab sie über 100 Konzerte für die Häftlinge. Alice selber sagte, dass die Kraft der Musik ihr geholfen hat, das Ghetto zu überleben. Sie starb 2014 im Alter von 110 Jahren.

Da Natalie von Kleinauf Klavier spielt, plante sie 2018 eine Lesung aus der Biografie von Alice Herz-Sommer, umrahmt von Klaviermusik. Die mit ihr befreundete Autorin Kim Langner hatte stattdessen die Idee, ihr ein ganzes Theaterstück daraus zu schreiben. Natalie und Kim gingen also auf Spurensuche an Orte aus dem Leben von

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© Bo Lahola

Alice Herz-Sommer wie Theresienstadt, Prag und Tel Aviv und trafen sich mit Familienangehörigen und einer ehemaligen Schülerin.

Nach über 4 Jahren der Planung, Recherche, Umsetzung und Proben ist das Stück mit Natalie nun zu erleben. Sie verkörpert über 20 Personen und spielt dazwischen live Klavierstücke von z.B. Bach, Gershwin, Chopin, Beethoven, Schubert und Debussy am Flügel. Zur Premiere am 04. Oktober 2022 waren von ihren Bergdoktor-Kollegen Ronja Forcher, Andrea Gerhard, Heiko Ruprecht und Dominic Raacke da.

Wir haben uns mit Natalie über ihr Herzensprojekt, die Vorstellungen und einen Ausblick zu dem Stück unterhalten. Viel Freude beim Lesen!

© Bo Lahola

Natalie spricht über die Vorbereitungen, die Besonderheiten
des Stückes und das Feedback des Publikums.

© Bo Lahola

Wie sie zwischen den Vorstellungen übt, eine CD zu dem Stück
und was nach Hamburg kommt - Natalie erzählt es uns.

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