Christian Kohlund im Interview:
„Ludwig hat Ecken und Kanten, aber ein gutes Herz!“

In Staffel 11 stößt der beliebte Schauspieler Christian Kohlund zur Bergdoktor-Familie hinzu und sorgt als Onkel Ludwig Gruber für ordentlich Trubel. Im Interview mit dem Fanclub erzählt er von seiner herzlichen Aufnahme am Set, mit wem er gerne mal Essen gehen würde und was er als Ausdruck großer Wertschätzung der Arbeit empfindet. Viel Freude beim Lesen 🙂

Wie hat sich die durchgehende Rolle in unserer Lieblingsserie ergeben und was hat Sie daran gereizt?

Man hat mir diese Rolle Anfang des Jahres 2017 angeboten, und mir hat die Figur auf Anhieb gut gefallen. Ludwig ist sympathisch, aber nicht von allen geliebt, er hat Ecken und Kanten, aber ein gutes Herz. Natürlich kannte ich die Serie bereits, hatte ein paar Folgen gesehen und fand gut, was die Kollegen hier machten. Es war also nicht nötig, mich zu überreden.

Wie wir gehört haben, wird uns Ihre Rolle in der 12. Staffel erhalten bleiben. Auf welche Handlung dürfen sich die Zuschauer denn erstmal in der 11. Staffel mit Ihnen freuen?

Ludwig Gruber kommt nach Ellmau, weil er schwer krank ist und gerne auf seinen letzten Metern mit Lisbeth, Martin und Hans Alles ins Reine bringen möchte. Die Familie freut sich allerdings nicht sonderlich über sein Auftauchen, und das bringt in der Folge auch einige Streitereien. Ludwig und Lilli verstehen sich sehr gut und verbünden sich ein wenig… Aber viel mehr darf ich jetzt noch nicht verraten.

Sie kannten ja bereits einige „Bergdoktor“-Folgen. Wie haben Sie sich dann auf den Ludwig Gruber vorbereitet?

Richtig. Ich hatte, wie gesagt, schon einzelne Folgen gesehen, habe mich dann aber im Vorfeld der Dreharbeiten intensiver damit auseinandergesetzt. Auch um mich einzustimmen und zu begreifen, wie die einzelnen Hauptfiguren ticken.

Wie charakterisieren Sie Ihre Rolle? Wieviel Christian Kohlund steckt in der Rolle Ludwig Gruber?

Diese Vergleiche ziehe ich eigentlich nie. An meinem Beruf liebe ich ja vor allem, dass ich unterschiedliche Charaktere spielen darf, die oftmals ganz weit von mir persönlich entfernt sind. Das ist in diesem Fall sicher nicht so, aber Parallelen ziehe ich da keine. Ludwig ist eine eigenständige Persönlichkeit. Er ist mir durchaus auch sympathisch und wenn er real wäre, würde ich mit ihm sicher gerne mal Essen gehen.

Wie war Ihr erster „Bergdoktor“-Drehtag?

Großartig. Dieses Team arbeitet ja schon sehr lange zusammen, und da entstehen quasi familiäre Strukturen. Wenn man dann von außen reinkommt, könnte es schwierig werden, hier aber überhaupt nicht. Man hat mich sehr herzlich aufgenommen. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.

Was schätzen Sie besonders am „Bergdoktor”-Dreh?

Vieles. Die großartigen Kollegen, das eingespielte, freundliche Team, die guten Drehbücher und natürlich die grandiose Landschaft. Der kann man sich tatsächlich nicht entziehen.

„Der Bergdoktor” ist mit über 7 Mio. Zuschauern pro Folge die derzeit erfolgreichste Reihe im ZDF. War Ihnen das so bewusst und wie erleben Sie den Dreh mit direkter Nähe zu den Fans? Welche Fan-Begegnungen und -Erlebnisse haben Sie während dieser Drehmonate gehabt?

Man spürt in der Region schon sehr, dass es viele Fans dorthin zieht. An einzelnen Motiven bekommt man das dann hautnah zu spüren, zum Beispiel bei der Praxis, wo uns oft ganz viele Menschen bei der Arbeit zusehen. Ich habe so etwas schon einmal vor vielen Jahren erlebt, und ich empfinde das als Ausdruck großer Wertschätzung der Arbeit, die die Kollegen hier über all die Jahre geleistet haben. Meine Begegnungen mit den Fans waren stets verbunden mit großer Höflichkeit und Freundlichkeit.

Viele Zuschauer denken bei Ihrem Namen sofort an „Die Schwarzwaldklinik”. Inwiefern begleitet Sie diese Zeit auch heute noch?

Ach, das ist doch schon so lange her. Zwischenzeitlich habe ich so viele andere Dinge getan, habe in den schönsten Hotels der Welt gedreht und durfte als „Kommissar Borchert“ im Zürich-Krimi ganz neue Wege beschreiten. Ich zehre eigentlich nie von den Eindrücken längst vergangener Tage, sondern genieße die Gegenwart.

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg im Beruf und eine schöne Zeit beim „Bergdoktor“.

Dieser Beitrag wurde unter Interviews veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar